Heimat- und Denkmalpflege

Vergangene Veranstaltungen

Hier möchten wir Sie einladen, Informationen und Bilder von ausgewählten Veranstaltungen anzusehen, damit Sie sich einen Eindruck von unserem Programm machen können.
 


Samstag, 8. September 2018

Erkundung der zahlreichen um 1900 entstandenen Kirchen und sonstigen kirchlichen Einrichtungen im Stadtgebiet Hennef.

Eine ganztägige Stadtrundfahrt besonderer Art stand am Samstag, dem 8.9.2018 auf dem Veranstaltungsprogramm des Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef (VVV): Kirchen und bedeutsame kirchlichen Einrichtungen, die in einem kurzen Zeitabschnitt um 1900 auf unserem Stadtgebiet von den damals hier wohnenden Menschen geschaffen worden sind. Beeindruckend sind die Zahl, die Größe und die architektonische Gestaltung und Ausstattung der Bauten. Die Kirchen befinden sich auch heute noch, nach erheblichen Zerstörungen im 2. Weltkrieg und dem von Gemeindemitgliedern vollzogenen Wiederaufbau und weiteren Renovierungen in einem vorzüglichen Zustand. Sie stehen zum Teil an exponierten und von weitem sichtbaren Standorten.

Unser Vereinsmitglied Bernd Post hatte die Rundfahrt präzise vorbereitet. Er übergab den Teilnehmern zu Beginn ein von ihm gemeinsam mit der Stadtarchivarin Gisela Rupprath eigens für diese Tour gefertigtes Heft mit sehr informativen historischen Fotos zu den Bauwerken und zur baulichen Entwicklung im Nordwesten des Zentralortes Hennef.

Startpunkt war die Liebfrauenkirche in der Warth mit einführenden Erläuterungen von Bernd Post zur Geschichte des Standortes. Die heutige große Kirche hatte eine Ende des 17. Jahrhunderts gebaute Vorgängerkirche, die dem hl. Nepomuk geweiht war und ihren Platz vor dem gleichaltrigen Dreigiebelhaus hatte. Die Gemeindemitglieder haben die neue Kirche komplett mit eigenen Finanzmitteln gebaut. Dabei hat man anstelle des ursprünglich mitgeplanten Kirchturms sofort ein Haus für den Pfarrrektor mitgebaut. Eine klare Neoromanik ist der Baustil innen wie außen, geprägt durch klare Linien und architektonische Formen, klar und schlicht gestaltet der Kirchenraum.

Die Pfarrgemeinde Liebfrauen ist wegen der umfangreichen Neubaugebiete inzwischen die mitgliederstärkste katholische Gemeinde in unserer Stadt.

Die Rundfahrt startete dann durch die umfangreichen Neubaugebiete, das Gewerbegebiet Hossenberg und den neuen Stadtteil Siegbogen und führte vorbei an Schloss Allner, dessen Baugeschichte und Eigentümer kurz vorgestellt wurden, zum ersten Halt, der Pfarrkirche in Happerschoss auf der Höhe.

Happerschoss ist ein sehr alter Kirchstandort. Das bezeugt schon das Kirchenpartonat St. Remigius. Der erste urkundliche Nachweis stammt aus dem Jahre 1054. Die jetzige Kirche wurde 1818 nach einem Großbrand in Happerschoss, dem die alte Kirche und zahlreiche Hofanlagen zum Opfer fielen, gebaut ausschließlich mit eigenen Mitteln. Es entstand deshalb ein ganz einfacher Bau. Und dennoch, es war eine kaum vorstellbare Energieleistung, wenn man sich die großen Vermögensvernichtungen des Brandes vor Augen hält, die die Menschen erlitten hatten. Bernd Post erklärte die Ausstattung und die Kirchenfenster des in seiner Einfachheit schönen Kirchenraums

Der Weg führte danach wieder ins Tal nach Bröl, einem weiteren , jüngeren Kirchstandort, dann vorbei an der Richard Schirrmannschule, dem "Geburtsort der Jugendherbergsbewegung", nach Hennef zurück und über die A 565 und die B 8 weiter nach Uckerath. Bei dem herrlichem Wetter mit Sonnenschein und Weitsicht zu den Höhen des Siebengebirges konnten die Teilnehmer die Schönheit und die reiche Vielfalt der Landschaft unserer Stadt genießen. Nächstes Ziel war das ehemalige Krankenhaus in Uckerath, in dem noch etliche der heutigen Uckerather das Licht der Welt erblickt haben, im Ort an der B 8 gelegen, dem früheren Rathaus der ehemaligen Gemeinde Uckerath gegenüber. Das Krankenhaus in einem repräsentativen historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wurde später Eigentum der Pfarre Uckerath. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und von den Franziskanerinnen aus Olpe betrieben. In den 50er Jahren wurde Krankenhausbetrieb eingestellt. Der Gebäudekomplex ist heute eine Wohnanlage und steht unter Denkmalschutz.

Nicht nur geographischer Höhepunkt war die vor kurzem rundum wunderbar renovierte Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer, erbaut 1891/92 im neoromanischen Stil, als Nachfolgerin einer im 12. Jahrhundert errichteten älteren Pfarrkirche. Bernd Post erläuterte die baulichen Veränderungen an der Kirche nach den starken Beschädigungen im 2. Weltkrieg, die Ausstattung der Kirche und ihre Fenster.

Den verdienten Mittagsimbiss mit der notwendigen Pause zum Durchatmen bei den vielen Informationen gab es dann im Hotel Landsknecht, bestens vorbereitet und mit freundlichem Service.

Nach einer Fahrt hinunter ins Hanftal und wieder hinauf auf die Höhe war die Marienkapelle in Wellesberg die nächste Station. Ein eigener Kapellenverein sorgt hier für den Erhalt der Kapelle und den sonntägliche Gottesdienst. In alter Tradition haben die Redemptoristen aus Bonn diese Aufgabe übernommen.

In Kirche Sankt Michael Westerhausen, dem nächsten Halt, empfing uns Pastor i. R. Msgr. Robert Kreuzberg, um uns durch die Kirchen in Westerhausen und Rott zu führen. In seiner Zeit als Pfarrer dort wurden diese Kirchen saniert. In Westerhausen waren Erbebenschäden und in Rott die in den Grundmauern aufsteigende Feuchtigkeit die wesentlichen Ursachen.

Bei beiden Kirchen haben die Menschen, aus einer intensiven Gläubigkeit heraus, vor mehr als hundert Jahren den Bau der Kirchen betrieben, ausschließlich mit eigenen Mitteln, durch umfangreiche Spenden in Geld, Grundstücken und, in dem sie selbst Hand anlegten. Sie hatten sehr weite Wege zu ihrer Pfarrkirche in Geistingen und sie wollten, um an Gottesdiensten und den kirchlichen Sakramenten teilhaben zu können, eine Kirche in Ihrer Nähe haben. Mit derselben Intention haben sie nach den Zerstörungen des Krieges den Wiederaufbau geschafft.

St. Michael in Westerhausen hat in mehreren Stufen Änderungen und Ergänzungen bis zu seinem heutigen Erscheinungsbild erfahren: Auch bei der letzten Renovierung haben Mitglieder der Rektoratsgemeinde durch die Spenden von Fenstern, bei der Ausstattung und bei der Ausmalung des Kirchenraumes mitgewirkt.

Die Neugotische Kirche Sankt Maria Heimsuchung in Rott mit ihrem 59 m hohen Turm – ihr Vorbild steht in Bonn Muffendorf - ist die aus allen Himmelsrichtungen aus großer Ferne sichtbare Landmarke. Sie hatte eine Kapelle, die vor dem heutigen Gasthof Pickenhahn stand, als Vorgängerin. Auch hier steht ein heute schwer vorstellbarer Einsatz der Gemeindemitglieder am Anfang, die mit hohen finanziellen Mitteln, Geschick und praktischer Intelligenz auf der Grundlage starker Gläubigkeit den großen markanten Kirchenbau in die Tat umgesetzt und vollendet haben. Wesentliche Teile der heutigen Ausstattung stammen aus dem ehemaligen Redemptoristen Klosters in Geistingen und halten so auch die Erinnerung an die Patres wach, die hier Dienst getan haben.

Von der Höhe ging die Fahrt durch das schöne Dürresbachtal nach Geistingen. Wegen einer Veranstaltung in der ehemaligen Klosterkirche war die Besichtigung des früheren Klosterkomplexes nicht möglich. Klostergebäude und Kirche sind in der Zeit von 1900 bis 1910 entstanden als Koster und Kirche für die Ausbildung des Ordensnachwuchses. Hier war die ordenseigene Hochschule. Nach hundertjährigem Bestehen hat der Orden 2006 das Kloster aufgeben müssen, weil hier in Deutschland der Ordensnachwuchs fehlt.

Die ehemalige Klosterkirche ist im neoromanischen Stil gebaut und wird heute privatwirtschaftlich u. a. für Trauungen mit Hochzeitsfeiern genutzt.

Die letzte Station der Fahrt war der Besuch der um 1900 gebauten neugotischen Kapelle des Helenenstifts. Kern und Ursprung des Baukomplexes ist das Ende des 18. Jahrhunderts gebaute Steinsche Haus. Die Hofanlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts in ein Krankenhaus umgewandelt und erweitert. Träger des Krankenhauses waren die Franziskanerinnen aus Olpe. Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Geistinger Sankt Joseph Krankenhaus im Zuge einer landesweiten Krankenhausreform geschlossen. Den Gebäudekomplex hat die Caritas übernommen und Anfang der 80er Jahre in ein großes modernes Seniorenzentrum, das Helenenstift umgebaut und erweitert.

Weitere bedeutsame Kirchenbauten, kurz vor 1900 oder kurz danach im neugotischen Stil entstanden, sind der historische Teil der evangelischen Christuskirche und die katholische Pfarrkirche Sankt Simon und Judas in Hennef. Diese Kirchenbauten hat der VVV bereits in früheren, besonderen Veranstaltungen besichtigt.


Karl Kreuzberg, Beisitzer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Albert Jacobs

 


Samstag, 16. Juni 2018

Altvilich (Bonn-Beuel) - ein Schatz fast im Verborgenen.

Bei schönem sommerlichem Wetter besuchten 53 Mitglieder und Gäste des Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef e. V. (VVV Hennef e. V.) Samstag, den 16.06. Altvilich in Bonn-Beuel: die historische Ortslage mit Stiftsbezirk und Stiftsgebäuden, die Stifts- und Pfarrkirche Sankt Peter mit dem benachbarten Friedhof, die Burg Lede und das zum "Haus der Geschichte im rechtsrheinischen Bonn" umgewandelte Bürgermeister – Stroof - Haus. Das Stroof - Haus wird seit 2009 vom Denkmal- und Geschichtsverein Bonn rechtsrheinisch betreut.

Herr Carl Jakob Bachem, der Vorsitzende des Vereins hatte alles bestens vorbereitet. Nach seiner Einführung zu Vilich als Ort eines bedeutenden reichsunmittelbaren Damenstiftes und einer uralten Pfarre, der "Urpfarre" Bonn rechtsrheinisch, führten er und der Pfarrer von Sankt Peter in Vilich, Michael Dörr, unterstützt von Frau Ursula Becker und Frau Meta Schmiz-Wulff als weitere Führerinnen die Gruppe fachkundig und anschaulich durch den alten Stiftsbezirk mit den Stiftsgebäuden, die Kirche Sankt Peter, durch den direkt daneben liegenden alten Friedhof – den ältesten im rechtsrheinischen Bonn -, durch die Ortslage Altvilich mit ihren schönen historischen Gebäuden wie dem alten Pfarrhaus, dem "Hospitälchen" und der alten, noch heute so genutzten Schule, zur Burg Lede und zum Bürgermeister – Stroof – Haus.

Pfarrer Dörr berichtete über das eindrucksvolle Leben und Wirken der heiligen Adelheid, der Gründungsäbtissin des Stifts Vilich. Sie war eine einflussreiche Frauengestalt ihrer Zeit als Äbtissin in Vilich und zugleich auch Äbtissin der bedeutenden Abtei von Maria im Kapitol in Köln. Sie stammte aus hohem Adel mit Verbindung zum Kaiserhaus, war gut ausgebildet und sehr sozial eingestellt. Pfarrer Dörr erklärte weiter die Geschichte des Stifts und die bewegte Historie der Stifts- und später auch Pfarrkirche Sankt Peter und gab Hinweise zu den wunderbaren Kirchenfenstern, insbesondere zu den im gotischen Hoch Chor. Die Kirche verfügt zudem über weitere wertvolle Kunstwerke. Dabei sind u.a. sehenswert das – leere – Hochgrab der Adelheid in der Seitenkapelle, mehrere kunstvolle Reliquiare und der alte Taufbrunnen aus der früheren, nicht mehr vorhandenen benachbarten Pfarrkirche Sankt Paulus.

Hier und rund um die Kirche erlebt man sehr anschaulich 1000 Jahre Geschichte von der Gründung des Damenstifts bis heute.

Den krönenden Abschluss unserer informativen, spannenden aber auch anstrengenden samstagsnachmittäglichen Exkursion bildete der Besuch des Bürgermeister - Stroof – Hauses mit einem gemütlichen Beisammensein im denkmalgerecht hergerichteten, fast heimeligen Innenhof dieses ehemaligen Bauernhofs. Carl Jacob Bachem, seine Frau und weitere Helferinnen und Helfer erwiesen sich als vorzügliche Gastgeber. Um die ermüdeten Gäste aus Hennef wieder zu Kräften zu bringen und die gute Laune zu fördern, kredenzten sie guten Wein, andere erfrischende Getränke und stärkten die Gäste mit Käsewürfeln, Würstchen und Brötchen.

In dieser lockeren Atmosphäre ging Herr Bachem noch auf die Geschichte des Stroof – Hauses ein, erläuterte die Umwandlung in die derzeitige Nutzung und Gestaltung sowie die Betreuungsaufgaben, die der Denkmal- und Geschichtsverein hier übernommen hat. Die Teilnehmer konnten dann noch in einem individuellen Rundgang die gelungene Umgestaltung und Ausstattung des Hauses unter sachkundiger Begleitung der Gastgeber näher ansehen.

Alle waren begeistert.

Wir haben uns mit einem herzlichen Danke und kleineren Präsenten verabschiedet und dabei dem Denkmal- und Geschichtsverein Bonn rechtsrheinisch die Schriftenreihe des VVV Hennef e. v. "Beiträge zur Geschichte der Stadt Hennef" und weitere heimatkundliche Schriften aus dem Hennefer Stadtarchiv übergeben können.

Vilich lohnt mehr als einen Besuch.


Karl Kreuzberg, Beisitzer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Ursula Becker

 


Samstag, 19. Mai 2018

VVV-Exkursion: Erdgeschichte und Steinabbau im Siebengebirge

An einem sonnigen Samstag im Mai fuhren ca. 40 Mitglieder und Gäste des Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef (VVV) ins Siebengebirge zum Kloster Heisterbach. Dort war der Start der Exkursion, die den Teilnehmern Aufschluss über die Geologie und die Bedeutung des Steinabbaus für die nähere und weitere Umgebung vermitteln sollte.

Begrüßt wurden die Teilnehmer vom VVV-Vorstandsmitglied Hans Peter Lindlar, der zudem Vorsitzender des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS) ist. Nach einer Einführung in das Thema, bei der auch aktuelle Aspekte wie z.B. Einklang von Naturschutz und touristische Nutzung beleuchtet wurden, übergab Herr Lindlar das Wort an die Leiterin der Exkursion, Frau Guth. Die Diplom-Geologin stellte kurz den Ablauf der Veranstaltung vor, dann ging es los in Richtung Weilberg.

Unterwegs informierte Frau Guth sehr detailliert und anschaulich über die Entstehungsgeschichte des Siebengebirges vor 400 Millionen Jahren bis heute. Die Gestaltung der Region beruht auf dem Vulkanismus, der vor ca. 25 Mio. Jahren einsetzte und das Bild der Landschaft entscheidend veränderte. An einer mächtigen Felswand wurde erläutert wie sich nach Tufferuptionen und durch aufsteigendes Magma Trachyte, Latite und Basalte gebildet haben. Eine dieser Basaltblasen präsentierte sich in Form einer Tulpe.

Im weiteren Verlauf der Wanderung berichtete die Geologin über die wirtschaftliche Nutzung des Gesteins aus dem Siebengebirge. Es diente bereits vor über 2000 Jahren zuerst den Kelten und später den Römern als Baustoff. Zahlreiche Schlösser und Kirchen in der Umgebung, wie z. B. der Kölner Dom und darüber hinaus bis Limburg und Xanten entstanden aus Siebengebirgsgestein. Darüber hinaus wurde Basaltschotter und Tuffgestein bis Holland, Belgien und Frankreich transportiert. Das Tuffgestein wurde wegen seiner besonderen Eigenschaften für den Bau von Backöfen verwendet.

Auf dem Rückweg durch die Felsenlandschaft des Stenzelberges wurde auf die Besonderheiten des Latitabbaus hingewiesen, die schließlich dem Berg den Namen gaben. Dass es im Gebiet des Stenzelberges nicht immer so ruhig war wie es derzeit ist, berichtete Hans Peter Lindlar. Denn das Gelände war früher bei den Klettersportlern sehr beliebt. Aber bei der heutigen auf Naturschutz bedachten Nutzung ist das Austragen von sportlichen Events in diesem Gebiet nicht mehr möglich.

Am Ende der Exkursion konnten sich die Teilnehmer im Café Klosterstube bei heißen oder gekühlten Getränken und dem ein oder anderen Stück Kuchen von den Anstrengungen erholen und im Gespräch die neuen Eindrücke und Informationen austauschen oder vertiefen. Mit einem herzlichen Dankeschön für die interessante Führung und einem Präsent wurde Frau Guth zusammen mit Herrn Lindlar verabschiedet. Als Co-Exkursionsleiter konnte er durch vertiefende Beiträge und humorvolle Anekdoten diese VVV-Veranstaltung zu einem besonderen Höhepunkt im Jahresprogramm machen, an die man sich noch gerne erinnern wird.


Hans-Dieter Saumer, Stv. Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

         

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Dr. Hener Hartmann

 


Samstag, 21. April 2018

Exkursion mit Dr. Dieter Steinwarz rund um Weingartsgasse bis Happerschoss

Dr. Dieter Steinwarz der Leiter der Biologischen Station Rheins-Sieg und der Geschäftsführer des VVV-Hennef Peter Ehrenberg begrüßten rund 50 in zünftiger Wanderkluft gekleidete Teilnehmer bei schönsten Sonnenschein.

Die Strecke ging durch die ehemaligen Weinberglagen und vormals bergbaulich genutzten Flächen der früheren Grube Ziehten. Heute ist die Landschaft geprägt von Obtswiesen und wunderschönen Gärten. Die Teilnehmer durchwanderten einen kulturhistorisch geformten Raum mit wunderbaren Fernsichten unter anderem ins Siegtal bis hin zum Siebengebierge.

Nach einer 6,5 km langen Wanderung und 150m Höhenunterschied kehrten die gut gelaunten Wanderer auf den Wanderparkplatz an der Kläranlage zurück.

Der VVV dankt Herrn Dr. Steinwarz für einen tollen Samstagnachmittag.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

         

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Dr. Hener Hartmann

 


Samstag, 17. März 2018

Die Schullandschaft in Hennef – Entwicklung der letzten 10 Jahre und Vorstellung der neuen Gesamtschule Hennef-West.

Die Stadt Hennef verfügt über eine sehr gut ausgebaute Schullandschaft. Der Beigeordnete der Stadt Hennef Martin Herkt und die Schulverwaltungsamtsleiterin Eleonore Joerdell stellten den VVV Mitgliedern mit Hilfe einer sehr interessanten Präsentation die Vielfalt der Schulen und Ihre Profile in Grundzügen vor.

Gleichzeitig wurde die jüngste Schule in der Stadt, die Gesamtschule Hennef West im großen Schulzentrum an der Fritz-Jacobi-Straße vorgestellt. Hier konnte das neue Selbstlernzentrum und die Mensa besichtigt werden. Der Schulleiter, Herr Alfred Scholemann erläuterte den Gästen das besondere Profil der Schule, sowie die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen und Probleme während der Aufbauphase.

Das Schulzentrum an der Fritz-Jacobi-Straße mit der Gesamtschule West, dem städtischen Gymnasium und dem Carl Reuther Berufskolleg haben eine sehr große Bedeutung für die Stadt Hennef und ist extrem wichtig für die Ausbildung des Hennefer-Nachwuchses. Die Schullandschaft ist immer wieder ein Grund für junge Familien, die in Hennef ihr neues Zuhause finden wollen. Das kann man ganz deutlich an den zahlreichen Neubaugebieten erkennen.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

     

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Peter Ehrenberg

 


Donnerstag, 22. Februar 2018

Betriebsbesichtigung des Werkes Bröl der Firma Eckes-Granini Deutschland GmbH

Nachmittags am 22. Februar fand sich eine knapp 30 Personen starke Gruppe von Mitgliedern und Gästen des VVV Hennef im Katharinental ein. Man traf sich dort zur Betriebsbesichtigung bei der Firma Eckes-Granini Deutschland GmbH, die ausnahmsweise die Besichtigung des Werkes genehmigt hatte, denn in der Regel werden aus hygiene- und sicherheitstechnischen Gründen hier im Werk Bröl keine Besichtigungen angeboten werden.

Deshalb wurde auch gleich beim ersten Kontakt an der Pforte den Besichtigungsteilnehmern das Faltblatt "Sicherheits- und Hygiene für Besucher und Fremdfirmen" überreicht. Das Thema Hygiene wurde von da an in den nächsten zweieinhalb Stunden immer wieder angesprochen und anhand von verschiedenen Beispielen erläutert, wie ein hoher Hygienestandart im gesamten Produktionsprozess gewährleistet werden kann.

Mit einer Präsentation, die Daten, Fakten und Historisches der gesamten Firma sowie des Standortes Bröl beinhaltete, wurden wichtige Informationen für die anschließende Führung durch die Produktionsstätten vermittelt. Keineswegs war das eine trockene Angelegenheit, denn es wurden nicht nur die interessanten Prozesse über die Getränkeherstellung allgemein und speziell die Produktion von Fruchtsäften beginnend mit Anlieferung der Früchte über Reinigung, Pressen, Trennen in Fraktionen (Wasser, Konzentrat und Aroma), Transport, Saftaufbereitung, Pasteurisierung, Abfüllung, Lagerung und Versandabwicklung sehr aufschlussreich dargestellt, sondern auch einige dieser Getränke zum Verzehr angeboten. Auch konnten sich einige der Teilnehmer während der Präsentation erinnern, dass sie früher, bevor die Nachverfolgbarkeit über die Herkunft von Lebensmittelerzeugnissen gesetzlich verpflichtend eingeführt wurde, selbst Äpfel im Werk angeliefert hätten.

Nach Anlegen einer alles bedeckenden Hygieneschutzkleidung in Form von Kittel und Kopfbedeckung sowie nach der Aufteilung der Besuchergruppe auf die Herren Olaf Dorten (Leiter Herstellung), Georg Düchting (Leiter Produktion) und Karl-Josef Halm (Leiter Technik) konnte die Betriebsbesichtigung beginnen. Beim Rundgang in Kleingruppen durch die Produktionsstätten wurden dann die einzelnen Prozessschritte im laufenden Betrieb vorgestellt und ausführlich erklärt was und warum das hier so läuft. Dabei beeindruckten insbesondere die Größe, die Geschwindigkeiten, die Mengen, und die Präzision der technischen Anlagen derart, dass man nur noch staunend und bewundernd zuschauen konnte. Dass z. B. ein 20 000 Liter fassender Behälter in weniger als einer Stunde geleert und in Flaschen bzw. Faltkartons abgefüllt ist, überraschte nach der Führung die Teilnehmer nicht mehr.

Als auch die letzte Gruppe wieder zum Treffpunkt zurückgekehrt war, erhielten die Mitarbeiter, die die Gruppen führten, einen herzlichen Applaus und als Dankeschön ein Weinpräsent und die aktuelle Ausgabe der Heimatschrift des Verkehrs- und Verschönerungsvereins.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr beeindruckt von dem, was Ihnen gezeigt wurde: hochmoderne Produktionsprozesse, die höchsten hygienischen Anforderungen genügen und eine ausgefeilte Logistik bei der Lagerung und Auslieferung der Fruchtsäfte. Im letzten Jahr wurden über 225 Millionen Flaschen bzw. Packungen im Werk Bröl produziert.

Besonders wohltuend waren die gastfreundliche Aufnahme und sehr fachkundigen und verständlichen Erläuterungen.


Hans-Dieter Saumer, Stv. Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

       

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Dr. Hener Hartmann

 


Donnerstag, 25. Januar 2018

Zu Gast im Briefzentrum der Deutschen Post

Die Organisatoren des VVV hatten es bereits bei Veröffentlichung des Veranstaltungsprogrammes 2018 befürchtet. Bei den zugelassenen 25 Teilnehmern wird diese Veranstaltung sehr schnell ausgebucht sein. Zumal bei der Mitglieder-Versammlung am 24. November 2017 120 von 310 Mitgliedern gekommen waren. Vorstandsmitglied Karl Kreuzberg hatte bereits bei der Planung reagiert und direkt um einen zweiten Termin gebeten. Doch auch das sollte dieses Mal nicht ausreichen. Bereits Anfang Dezember waren die 50 Teilnehmerplätze vergeben. Die Betriebsleiterin des Briefzentrums Bonn, Uta Klippel, erklärte sich kurzentschlossen bereit, mit Ihrem Schichtleiter Herrn Garstka eine dritte Veranstaltung zu organisieren. An dieser Stelle ein ganz großer Dank an das Team des Briefzentrums 53.

Die interessierten VVV Mitglieder wollten doch alle einmal sehen, welchen Weg so ein Brief zurücklegt, bis er vom Absender zum Empfänger kommt. Wenn ein Standardbrief der Montags in München aufgegeben wird bereits am nächsten Zustelltag in Flensburg sein soll, dann muss da eine unglaubliche Logistik und Technik hinter stehen. Und so war es. Zweieinhalb Stunden (18:00-20:30 Uhr) nahm sich das Post-Team um Uta Klippel Zeit, den Hennefern alles zu zeigen und zu erklären. Auf alle Fragen der Teilnehmer gab es eine qualifizierte und präzise Antwort. Die Teilnehmer konnten im Briefzentrum den Weg eines Briefes von der groben Format-Vorsortierung bis in die Bereitstellungsbox Ihres Briefträgers verfolgen.

Hier ein paar Zahlen zum Leistungsspektrum des Briefzentrums 53 Bonn:

Bereits am frühen Nachmittag trafen die ersten Besucher im Kurpark ein, und so füllten sich schnell die neu drapierten Bankreihen während der Männerchor zum Einsingen einige Liedtitel kurz ansang.

Bundesweit gibt es 82 Briefzentren, die dafür sorgen, dass die Postzustellung in kurzmöglichster Zeit den Empfänger erreicht. In einem Briefzentrum findet immer ein Wechsel zwischen der eingehenden und der ausgehenden Post statt. Der Brief aus München kommt im Briefzentrum 53 an und wird z.B. von dort zum Zielort Hennef weitergeleitet. Die Rückantwort gelangt ebenfalls nach der Kastenentleerung von Hennef ins Briefzentrum 53 und kommt dann in die Verteilung nach München. Und das meiste davon geschieht Nachts.

In der Niederlassung 53 finden 4392 Menschen Arbeit. Davon in Brief- und Vorbereitungszentren 1036 Mitarbeiter, im Bereich der "Auslieferung Brief" 2597 Mitarbeiter und im Bereich Auslieferung Fracht 306 Mitarbeiter. Es sind zusätzlich 1106 Fahrräder und 1060 Fahrzeuge im Einsatz, um die Post in die Haushalte zu bringen. Es gehen täglich 1 Millionen Standard- und Kompaktbriefe, 259.000 Großbriefe und 73.000 Maxibriefe durch die fleißigen Hände der Mitarbeiter.

Was der VVV an diesen 3 Abenden im Briefzentrum Bonn erleben durfte, war höchste Ingenieurskunst und Logistik in größter Vollendung.

An dieser Stelle noch einmal ein riesen Kompliment und einen herzlichen Dank an Uta Klippel und ihr hochmotiviertes Team.


Peter Ehrenberg, Geschäftsführer des VVV
 

Ausgewählte Bilder der Veranstaltung:

         

         

   

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von: Peter Ehrenberg